Mittwoch, 26. September 2012

Reinvent How You Refresh


London, Oxford Street / Soho Street
Mittagspause in London.
Für einen Kaffee bei Starbucks reicht die Zeit gerade noch. Schnell noch jemanden anrufen, Textmessages auf dem Smartphone checken, einen Auftrag am Laptop erledigen, das neueste Projekt mit dem Kollegen diskutieren – es gibt eine Menge zu tun, und das möglichst schnell. Ich beobachte das geschäftige Treiben von der Straße aus, Window Shopping sozusagen. Ist dies wirklich eine Pause? frage ich mich. 
Auf den Fensterscheiben lese ich: RECHARGE - RETHINK - REINVENT.








Berlin-Kreuzberg, zwei Monate später.
Die Straßencafés sind voll. Man sitzt dort gemütlich zwei, drei, vier Stunden. Die Bäume rauschen, der Kaffee ist lecker, das Tempo ist langsam. In Kreuzberg ist jeder Vierte arbeitslos, mindestens ebenso viele sind ratlos. Ich auch. Auf einer der Cafétüren steht: Frühstück 12-18 Uhr.

Ich denke an den quirligen Londoner Rhythmus, seine mitreißende, vorwärtsgerichtete Dynamik, die einen wach und beweglich hält, die einen auflädt mit stets neuer Energie, zu ungewohnten Ideen inspiriert und das Denken in neue Bahnen lenkt. Meine Gedanken wandern zur Oxford Street, und vor meinem inneren Auge erscheint RECHARGE  – RETHINK  - REINVENT.




Dienstag, 18. September 2012

Anzüge

London Bridge Quarter



In London sieht man sie überall: In der U-Bahn, auf Parkbänken, beim Einkaufen, vor dem Pub: Anzüge gehören ganz selbstverständlich zum Stadtbild. Sie sind Teil der berufstätigen Welt.

Berliner Denkgewohnheiten greifen hier nicht: Wer Anzug trägt, muss nicht zwangsläufig einer bestimmten Berufsgruppe angehören, einen gesellschaftlichen Status demonstrieren oder zu einem festlichen Anlass eingeladen sein. In vielen Londoner Firmen gehören Anzüge schlicht zur Arbeitskleidung.

Und so schaue ich sie an, mit neuen Augen, und sehe keine Berufe oder politische Gesinnung, sondern ganz unterschiedliche Gesichter - und oft auch attraktive Männer.   

Der Londoner Anzugträger ist elegant, dynamisch, multikulturell. Weltstädtisch.


Soho, morgens



Mittagspause, Soho Square
More London Place, Nähe Tower Bridge
Mittagspause, Soho Square


Pub Time

Liverpool Street, abends
Neil's Street, mittags
Liverpool Street
Drei Männer im Anzug, Shoreditch

Liverpool Street
Kaffeepause in der Tate Modern

Sonntag, 16. September 2012

Fairies


Neil's Yard, Covent Garden

 
Es gibt viele von ihnen in London:  Sie haben lange, dichte, rote Locken und grüne Augen. Sie tragen Blumenkleider und Blumen im Haar. Sie sind zart und selbstbewusst zugleich, sie sind weiblich, kurz: sie sind schlichtweg lovely. Sie kommen aus einer anderen Welt. Ich bin voller Bewunderung für sie.

Jedes Mal, wenn ich diesen märchenhaften Geschöpfen begegne, bleibe ich verzaubert stehen. Und weiß zugleich, dass es unmöglich ist, sie einzufangen. Kaum habe ich sie erblickt, ist es bereits zu spät. Auch meine Kamera will nicht, und, wer weiß, vielleicht sollte man das auch gar nicht tun… Aber man kann sich an ihrer Schönheit erfreuen, für einen flüchtigen Augenblick, bevor sie ihr Geheimnis mit sich forttragen…

Green Park, August 2011


Sclater Street / Ecke Brick Lane, August 2011


Donnerstag, 13. September 2012

Let's Celebrate!


Happy Jubilee, Dear Queen!
Tube Station Picadilly Circus

Beyond Retro Vintage Clothing
Great Marlborough Street, Soho



Funny Moment

London, Nähe Old Spitalfields Market. Ich möchte jetzt doch mal den Wenlock, das Maskottchen der Olympischen Spiele, fotografieren. Im gleichen Moment setzt sich eine Frau auf den Sockel, um von ihrem Freund fotografiert zu werden. Als sie mich erblickt, springt sie schnell auf, um aus dem Bild zu rennen. Dabei entstand diese Aufnahme. 


London, Juli 2012

Dienstag, 11. September 2012

Vivienne Westwood - Tips for Living Sustainably





Buy less
"Buy less, choose well and make it last. I really do think that people should exercise choice and not just consume without thought -- sucking up stuff all the time, one thing after another."

Go to art galleries 
"The art lover is not consuming. He invests in the present world by engaging with the genius of the past. 'You get out what you put in' is my motto."




Read 
"The best fashion accessory is a book."
 
Prepare your own food 
"Buying and preparing your own food is to engage with the world. It gives you a sense of reality."

D.I.Y.
"Wear a piece of beautiful fabric, borrow stuff from your friends and style it in with your own clothes."




Interview on
http://www.metro.us/newyork/life/article/1141692--vivienne-westwood-uses-fashion-to-save-the-planet


Vivienne Westwood's shop in Chelsea, London


Samstag, 8. September 2012

A Magical Moment


London, Monmouth Street. Eine Frau bleibt kurz stehen auf ihrem Weg, schaut auf ihr Handy, antwortet auf eine SMS, und läuft weiter. Sie weiß nicht, dass sie perfekt zum Laden passt, vor dem sie steht. Man könnte fast meinen, die Situation sei absichtlich inszeniert, als wolle jemand eine Szene aus einem Roman von Charles Dickens nachspielen. Ein Moment wie aus einer anderen Zeit.




Ebensowenig ahnt sie von ihrer Verbindung mit der Holzpuppe hinter ihr. Eine magische Begegnung – zwischen ihr und dem Laden, der Schaufensterpuppe, und mir. 


London, im Mai 2012