Mittwoch, 17. September 2014

Verbindungen und Vernetzungen


I do not own this foto

Dass ich Russisch und Französisch studiert habe, mag mich zwar heute etwas ratlos machen - für meine Ballett-Leidenschaft ist es das Beste, was ich damals tun konnte.

Da Frankreich und Russland zu den wichtigsten Ländern in der Ballettgeschichte gehören, stoße ich immer wieder auf russische und französische Interviews und Dokumentationen. Ich freue mich jedesmal, dass ich sie verstehen kann; bei den russischen Texten und Filmen hätte ich das nach all der Zeit ohne Übung nicht erwartet.

Ich möchte so viel wie möglich über diese Kunstform wissen. Wie ein Schwamm sauge ich alles auf, was mir auf dem Weg begegnet, entdecke dabei den schier unerschöpflichen Reichtum dieser Welt - und merke zugleich, wie wenig ich bisher über sie wusste.

Aber es gibt ja verschiedene Social Networks und meine neue Community von Ballettomanen. Einige von ihnen gehen seit vierzig über Jahren ins Theater und verfügen über einen beneidenswerten Erfahrungsschatz, den sie großzügig teilen. Andere, wie ich, haben gerade erst angefangen, sich mit Tanz zu beschäftigen und begegnen dem, was sie dabei erleben, mit frischem und neugierigem Blick. Und während erstere mir in meinen zahlreichen Wissensfragen auf die Sprünge helfen, übersetze ich für die, die es möchten, Auszüge aus den Videos, die wir geteilt haben. Dieser Austausch macht jede Menge Spaß. 

Spaß macht auch, wie ich dabei entdeckt habe, der Umgang mit Social Media, mit deren Möglichkeiten man durchaus auf konstruktive Weise umgehen kann, wenn man sich gezielt einen Bereich sucht, der den Horizont erweitert.

Als mir jedenfalls meine Sachbearbeiterin vom Amt gleich ungefragt eine Fortbildung übergestülpt hat, war mir nach einiger missmutiger Recherche bald klar, dass ich den Bereich Social Media mit aufnehmen werde in mein Lernprogramm, zusätzlich zu den neuesten PC-Programmen, die ich mir als Redakteurin aneignen soll.

Vielleicht werde ich Wege finden, mein neues Wissen in einem sinnvollen Rahmen einzubringen. Ich denke zum Beispiel an die Facebook-Seite vom Stut*tgarter Ballett. Die gefällt mir so gut. 


Kommentare:

  1. Oh, wie genial! Es gibt da soviele Sachen, die ich auch gern verstehen würde, da ist z.B. so ein ganz alter Clip über Baryshnikov wo ich so gern verstehen würde, was der Kommentator am Anfang sagt. Darf ich dir das schicken?

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  2. @BalletGirl, klar, schreib mir doch einfach ne PM! Ich liebe diese alten Clips in schwarz-weiß. :-)

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  3. Hast du's gut!!!

    Ich war in St. Petersburg im Marinskij Teatr, es war beeindruckend. Aber ich habe nichts aus dem Programmheft verstanden.

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  4. @Alexander, oh, wie schön, allein das Gebäude ist toll, oder? Was hast du gesehen? Ich war schon lange nicht mehr in St. Petersburg, die Stadt ist unglaublich.

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  5. La Bayadere, "Le jeune homme et la mort" von Roland Petit, Balanchine und was von Ratmansky...

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  6. NEID !!!

    Warst du oft in St. Petersburg, wie war's?

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  7. @Rosalie, bei meinem ersten Besuch hieß es sogar noch Leningrad. Ich war als Wessi dort, drei Wochen mit einer Gruppe, im Winter bei minus 30 Grad... Es war in vieler Hinsicht beeindruckend. Ist vielleicht einen Blogpost wert! :-)

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  8. Au ja, schreib was d rüber! Die mutter von meinem Freund hat da studiert in den Sechziger Jahren und sie sagt, mit Theater, Oper , Ballett etc. sei es toll gewesen dort. Aber für dich als Wessi nochmal anders und zu einer anderen Zeit. sory di tippfehler schreibe vom smaprtphone

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  9. Was will denn deine Sachbearbeitertrulla, du kannst doch schon alles. Ich dachte, nur ich tue mich schwer mit Job finden.

    Ja, erzähl mehr!

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  10. @Birgit, ist wirklich nicht so einfach im kulturellen Bereich... In welchem Bereich suchst du? Auf jeden Fall viel Glück!

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  11. Ich schließe mich den anderen an und möchte gern mehr wissen über das damalige Leningrad.
    Es muss toll sein, so viele Sprachen zu sprechen, vielleicht eröglicht es dir ja neue Dinge bezüglich deiner weiteren Pläne. Das wünsche ich dir und freue mich auf den nächsten Blogpost.
    PS. Die ballets russes liebe ich auch. So modern im Vergleich zu manchen Dingen, die danach kamen.

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  12. Du und Andreas, ihr solltet euch zusammentun und ein französisch Russisches Tanzportal eröffnen, wäre doch eine neue Startup Idee, was meinst du?
    Viele Grüße aus Frankfurt.

    Und Leningrad... ganz andere Welt bestimmt. Erzähl mehr!

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  13. Ach, es macht so Spaß, deine Blogposts zu lesen! Auch der letzte über Leningrad ist klasse und very atmospheric. Viele Grüße aus GB, das nun weiterhin ein United Kingdom ist.

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  14. @Lovelydays, ja, davon habe ich gehört... Wie hast du denn gevotet? Und wie war die Stimmung bei euch? Ach, ich guck erstmal, ob du was dazu geschrieben hast. Viele Grüße zurück von den Stuttgarter Weinbergen bei Sommertemperaturen. :-)

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