Samstag, 11. Oktober 2014

Ein Ort poetischer Inspiration




Cafés sind unverzichtbar für einen glücklichen Alltag. Cafés sind nicht nur Orte zum Innehalten und Genießen, zum Plaudern und Beobachten. Für mich sind sie auch der ideale Platz zum Schreiben. Nirgends kann ich besser meinen Gedanken nachhängen als im Café, nirgends konzentrierter meine Ideen zu Papier bringen, nirgends auch mich verbundener fühlen mit der Tradition schreibender Menschen. 

Und so habe ich mich natürlich auch in Stuttgart nach einem Ort poetischer Inspiration umgesehen. Gefunden habe ich das Teehaus im Weißenburgpark, ein denkmalgeschütztes Jugendstil-Pavillon, gelegen auf einem der vielen Hügel der Stadt. Vom Zentrum aus ist man nach wenigen U-Bahn-Stationen am Ziel, doch man gelangt auch ohne weiteres zu Fuß dorthin. 











Denn um in der Natur zu sein, braucht man hier keinen Ausflug zu machen - man ist sofort dort, sobald einem der Sinn danach steht. So lassen sich jederzeit Stadt und Land verbinden, der urbane Cafébesuch mit einem Spaziergang im Grünen, der Wunsch nach städtischer Dynamik mit einem erholsamen Blick in die Weite.

Während ich also auf der Terrasse sitze und bei einem Espresso all die Pläne, Ideen und Gedanken niederschreibe, die mir so durch den Kopf gehen, lasse ich meine Augen über sanft geschwungene, rebbestockte Hügel schweifen und fühle, wie sich in mir ein Zustand von Ruhe, Harmonie und Zeitlosigkeit entfaltet, wie er typischer nicht sein könnte für eine ausgedehnte nachmittäglich-mediterrane Kaffeepause.

Denn dies ist eine der Besonderheiten von Stuttgart: Es ist umgeben von Hügeln, mindestens sieben an der Zahl. Und damit ist es verwandt mit jener Stadt, in der es den exquisitesten Kaffee der Welt gibt - mit Rom.  


Morgenstimmung, Blick vom Weißenburgpark
Stuttgart, Oktober

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